Aus "Index of Christian Art" wird "The Index of Medieval Art"

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Kunst / Nachrichten 56 Views

Die bislang unter dem Namen „Index of Christian Art“ bekannte Datenbank wurde zum 1. Juli 2017 in „The Index of Medieval Art”umbenannt. Damit reagierte der Betreiber, die Princeton University, auf Veränderungen innerhalb der Ausrichtung und Aufgabenstellung des Instituts. Zur Zeit der Gründung im Jahr 1917 lag der Fokus noch streng auf frühchristlichen Darstellungen, die vor 700 entstanden sind. In den folgenden Jahrzehnten wurden jedoch zunehmend auch jüdische und islamische Werke mit einbezogen und der Untersuchungszeitraum bis ins 16. Jahrhundert ausgeweitet. Die Forschungsaktivitäten, die vom Institut unterstützt und angeregt werden, haben sich zudem über die Jahre verändert und beinhalten nun auch ikonografisch-deutende und interdisziplinäre Untersuchungen, die mittlerweile grundlegend für die Erforschung mittelalterlicher Bildwerke sind. Die Umbenennung trägt diesem Wandel Rechnung und beschreibt sowohl die Erweiterung des Blickwinkels, des Forschungsauftrags und der Ziele des Instituts, als auch die erweiterten Nutzungsmöglichkeiten für Wissenschaftler unterschiedlichster Forschungsgebiete.

Der „The Index of Medieval Art” verzeichnet Kunstwerke (u.a. Handschriften, Metallarbeiten, Plastik, Malerei, Kunsthandwerk) mit einem Schwerpunkt im Bereich europäischer Kunst. Ergänzt werden diese Bestände um Kunstwerke aus dem koptischen Ägypten, dem Libanon, Äthiopien, Syrien und dem Nahen Osten. Die Online-Datenbank enthält ca. 200.000 Abbildungen. Aktuell werden u.a. die mittelalterlichen Handschriften aus der Morgan Library in New York, der Princeton Library Manuscript collection sowie Bilder frühchristlicher Kunst aus dem Paul Van Moorsel Centre, Leiden University und dem Brooklyn Museum Collection of Coptic Art in die Datenbank aufgenommen.

„The Index of Medieval Art” steht nicht frei zugänglich im Netz, sondern muss lizensiert werden. Die UB Heidelberg hat im Kontext der aktuellen Förderung durch die DFG für arthistoricum.net eine sogenannte „FID-Lizenz“ erworben und ermöglicht so den überregionalen Zugang für fachspezifische Nutzerkreise. Sie können auf den „The Index of Medieval Art” somit zugreifen, sofern Sie sich registriert haben und zum berechtigten Nutzerkreis gehören.

Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.arthistoricum.net/service/fid-lizenzen/

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